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Frauen mit nächsten Punkten

In einem spannenden Duell haben die Handballerinnen der HSG Herborn/Seelbach am Samstag bei der HSG Marburg/Cappel einen knappen Auswärtssieg gelandet. Dabei liefen die beidem Torfrauen Nina Kräger und Yvonne Sonnenberg zur Hochform auf und waren der Garant für den Erfolg der Bärenstädterinnen, den Sarina Würz mit ihrem Treffer zum 22:23 kurz vor dem Ende besiegelte.

 

Die Partie in der Cappeler Sporthalle begann pünktlich, musste jedoch nach 33 Sekunden unterbrochen werden, da das Sekretär/Zeitnehmergspann Probleme mit dem elektronischen Spielbericht hatte. Trotz aller Bemühungen gelang es den Verantwortlichen nicht, den Spielbericht zum Laufen zu bringen und so verlangte Schiedsrichter Olaf Pribbernow regelkonform auf einen Papierspielbericht umzustellen. Nachdem dieser allerdings von der Heimmannschaft nicht vorgelegt werden konnte, entstand eine längere Pause. Dies war dem Schiedsrichter des vorangegangenen Männerspiels, Noah Fikus, wohl nicht verborgen geblieben und er half zumindest mit einem einfachen Spielbericht aus. Nachdem die Formalien erledigt waren, wurde die Partie dann mit 15 Minuten Verspätung erneut angepfiffen.

 

Beide Mannschaften zeigten einen hektischen Spielaufbau, der von vielen Ballverlusten geprägt war. Hüben wie drüben landeten die Pässe viel zu oft in den Armen der Gegnerinnen und es entwickelte sich ein munteres Wettrennen nach beiden Seiten, wobei auch hier die Präzision der Pässe zu wünschen übrig ließ. Ob die lange Pause zu Beginn der Partie für die Hektik verantwortlich war, oder ob beide Mannschaften einen nervösen Tag erwischt hatten, konnte man auch nach der Partie nicht eindeutig ermitteln. Herborn/Seelbach fand zumindest als erste der beiden Mannnschaften wieder einigermaßen seine spielerische Linie zurück. Angetrieben von einer starken Torfrau Nina Kräger erarbeiteten sich die Bärenstädterinnen nach und nach eine komfortable Führung, die beim 5:11 aus Sicht der Unistädterinnen ihren Höhepunkt fand. Doch dann war Schluss mit Lustig, denn nun hatten auch die Marburgerinnen ihren roten Faden wieder gefunden und verkürzten den Rückstand Tor um Tor, während die Herborn/Seelbacher Offensive nun Ladehemmung hatte. Bis zur Halbzeitpause hatten die Gastgeberinnen den 11:12 Anschlusstreffer erzielt und so wurden die Seiten bei knapper Führung für Herborn/Seelbach gewechselt.

 

Auch die zweite Halbzeit war weiter von einer hektischen Spielweise geprägt, obwohl dem Spiel insgesamt das Tempo fehlte. Beide Mannschaften schenkten sich jedoch weiterhin nichts und so verlief die Partie ausgeglichen. Wohl bedingt durch den Kräfteverschleiß der ersten 30 Minuten zeigten beide Abwehrreihen nun Probleme im Stellungsspiel und so kamen beide Teams insbesondere durch eins gegen eins Aktionen zu ihren Toren. Nachdem die Gastgeberinnen zwischenzeitlich den Ausgleich erzielt hatten und dann sogar mit einem Tor in Führung gegangen waren, übernahm Yvonne Sonnenberg die Verantwortung im Tor der Gäste und knüpfte nahtlos an die Leistung ihrer Kollegin Nina Kräger an. In gewohnter Weise entschärfte sie zahlreiche 100%ige Chancen der Marburgerinnen und hielt ihr Team im Spiel. Im weiteren Spielverlauf entwickelte sich weiter ein Kopf an Kopf Rennen. Nachdem Sarina Würz zum 22:23 getroffen hatte, blieben den Marburginnen nur noch wenige Sekunden zum letzten Angriff. Doch jetzt ließ die Abwehr der Gäste nichts mehr zu und verteidigte den Vorsprung über die Zeit. „Das war wirklich ein seltsames Spiel und wir haben hier wirklich am Ende mit viel Glück einen Sieg gelandet“, war auch das Trainergespann Debus/Mederer nach dem Spielende kurz außer Atem, fand aber schnell wieder die gewohnte Ruhe. Trainerin Sabine Debus: „Dass das heute nicht leicht werden würde, war uns schon klar. Marburg hat uns zu Hause in der Vorrunde eine deftige 25:14 Niederlage beigebracht und die Hallenverhältnisse und Abmessungen hier in Cappel sind für die Gastmannschaften auch immer wieder gewöhnungsbedürftig. Unsere beiden Torfrauen haben heute eindeutig das Duell gewonnen, da muss man kein Blatt vor den Mund nehmen.“

 

Für die HSG spielten:

Nina Kräger, Yvonne Sonnenberg, Stephanie Weiß, Lea Dietz, Anna-Marie Arch, Sarina Würz, Cornelia Nießmann, Johanna Arch, Jessica Diehl, Manuela Dietrich, Vanessa Göbel, Anna Sophie Kohl, Johanna Diehl und Dana Hochfeld.