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Frauen unterliegen Gettanau/Florstadt

Zu Hause haben die Handballerinnen der HSG Herborn/Seelbach in dieser Saison noch keine Punkte holen können. Auch gegen die FSG Gettenau/Florstadt musste man sich nach einem schwachen Auftritt geschlagen geben und dümpelt weiter im Tabellenkeller.

 

Nach dem guten Auftritt bei der HSG Fernwald eine Woche zuvor, hatten sich die Bärenstädterinnen für das Heimspiel gegen die FSG Gettanau/Florstadt viel vorgenommen. Doch schon zu Beginn der Begegnung kamen die Hausherrinnen nicht richtig in Fahrt. Viel zu behäbig agierte man im eigenen Angriff und ließ zahlreiche gute Tormöglichkeiten ungenutzt. Außerdem fehlten den Herborn/Seelbacherinnen die Abschlüsse aus der zweiten Reihe, mit denen man die sehr tief stehende Deckung der Gäste hätte unter Druck setzen können. Hier kamen die Gastgeberinnen nur sporadisch zum Abschluss, sodass Johanna Diehl und Manuela Dietrich mit ihren Toren zum 8:8 und 9:9 aber zumindest für den Ausgleich kurz vor der Pause sorgen konnten. Mit der Defensivabteilung war man auf Herborn/Seelbacher Seite hingegen zufrieden, wobei es dem Angriff der Gäste zumindest in der ersten Halbzeit auch am nötigen Tempo fehlte, um die Abwehr der HSG zu knacken.

Mit einem 9:10 Rückstand verließen die Schützlinge von Trainerin Sabine Debus nach den ersten 30 Spielminuten die Platte und konnten nach Wiederanpfiff durch den Treffer von Connie Nießmann erneut zum 10:10 ausgleichen. Bis zum 12:13 (39.) verlief die Partie dann weiter ausgeglichen, doch dann setzten sich die Gäste vorentscheidend auf 12:17 (45.) ab. 

Herborn/Seelbach hatte im eigenen Angriff weiterhin Schwierigkeiten die gegnerische Abwehr unter Druck zu setzen und versemmelte auch im zweiten Durchgang einfach viel zu viele Chancen, um dem Spiel noch die entscheidende Wende zu geben. Nachdem Gettenau/Florstadt in der 50. Spielminute zum 13:19 aus Sicht der HSG getroffen hatte, war die Entscheidung eigentlich schon gefallen. Einzig das gute Zusammenspiel zwischen Spielmacherin Connie Nießmann und Youngster Rika Ramdohr, die in den letzten Minuten gleich drei Tore für die HSG erzielte, sorgte auf Herborn/Seelbacher Seite noch für ein wenig Freude. Insgesamt musste man sich aber an diesem Tag mit einer mehr als unnötigen Niederlage abfinden.

 

Auch Trainerin Sabine Debus war mit der Angriffsleistung ihrer Mannschaft alles andere, als zufrieden: „17 Tore in der BOL ist eben einfach unterirdisch. Ohne Tempo und mit so vielen Fahrkarten kann man kein Spiel gewinnen. Sicherlich hat uns heute der erneute Ausfall von Lisa Marinovic weh getan. Wenn dann noch ein paar andere Spielerinnen angeschlagen ins Spiel gehen und es dem Rest nicht gelingt, die Lücken zu kompensieren, dann muss man leider mit der Niederlage leben. Noch ist die Saison aber jung und wir befinden uns in der Tabelle noch in „guter Gesellschaft“. 

 

Für die HSG spielten und trafen:

Nina Kräger, Yvonne Sonnenberg, Connie Nießmann (6/5), Rika Ramdohr (3), Manuela Dietrich (2), Anna-Marie Arch (2), Sarina Würz (1), Johanna Arch (1), Anna Sophie Kohl (1), Johanna Diehl (1), Vanessa Göbel, Dana Hochfeld und Sara Hermann.